Das Projekt „Urbaner Holzbau“ In Berlin Steht Für Wirtschaftlichen Wohnungsbau Mit Hochwertiger Architektur.
Visualisierung: Björn Rolle, Dipl.-Ing. Architektur, Berlin

Für die Hauptstadt: Drei Häuser in intelligenter Hybridbauweise

Wirtschaftliche Bauweise und moderne Architektur: In Berlin-Adlershof realisiert Brüninghoff für die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH in Kürze das Projekt „Urbaner Holzbau“. Gebaut werden drei Wohnhäuser in nachhaltiger Holz-Hybridbauweise – nach Plänen des Architekturbüros Kaden+Lager. Der natürliche Baustoff Holz leistet bei den 42 Wohneinheiten zusammen mit Stahlbetonfertigteilen eine gute Tragfähigkeit und sorgt in der Fassade für eine hochwertige Optik. Städtebaulich fügen sich die drei Punkthäuser gekonnt in die geplante Umgebung des Quartiers „Wohnen am Campus“ ein.

Berlin-Adlershof ist bekannt als einer der führenden Technologieparks in Europa. Als wichtiger Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienstandort in Berlin beherbergt das Areal viele Firmen, Forschungseinrichtungen und Institute der Humboldt-Universität. Angrenzend befindet sich ein großer Landschaftspark mit zahlreichen Liegewiesen und Spielplätzen. Genau in diesem Schnittpunkt zwischen Arbeit und Erholung liegt das Quartier „Wohnen am Campus“: Auf insgesamt 14 Hektar entstehen über 1.000 Wohnungen, etliche Stadthäuser und rund 400 Studentenapartments. In diesem Kontext errichtet Brüninghoff für die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH drei Wohnhäuser in intelligenter Holz-Hybridbauweise.

Städtebaulich gut eingeplant
Die drei quadratischen Punkthäuser haben ein Außenmaß von jeweils 16,2 Metern mal 16,2 Metern und liegen auf einer 2.825  Quadratmeter großen Baufläche. Die gesamte Wohnfläche von 2.751 Quadratmetern verteilt sich auf vier Geschosse mit Staffelgeschoss. Da die drei Häuser jeweils zueinander um 45 Grad gedreht sind, fügen sie sich harmonisch in die Umgebung ein: Mit ihrer Ausrichtung nehmen sie die Richtungen der Straße im Norden, des Weges im Süden und des Grünstreifens im Westen auf. Im Osten befinden sich die Eingänge – durch die Drehung der Häuser entsteht eine großzügige und offene Eingangssituation.

Bei den drei vom Architekturbüro Kaden+Lager geplanten Häusern liegen Treppe und Aufzug in der Mitte des Gebäudes und geben eine klare und übersichtliche Struktur vor – typisch für Punkthäuser. Der Fahrstuhl sorgt für einen barrierefreien Zugang zu allen 42 Wohneinheiten. Diese gliedern sich in zwölf 1-Zimmer-Wohnungen, 12 2-Zimmer-Wohnungen, 12 3-Zimmer-Wohnungen sowie sechs 4-Zimmer-Wohnungen. Im dritten beziehungsweise vierten Obergeschoss befindet sich jeweils eine Maisonette-Wohnung. Alle Wohneinheiten verfügen über einen Balkon, eine Terrasse oder Dachterrasse, die nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtet sind.

Umfassender Informationsaustausch dank BIM
Um den Informationsaustausch zwischen den Projektbeteiligten zu verbessern, wird bei dem Projekt in Berlin von Beginn an auf die Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) gesetzt. Dank der digitalen Plattform erhalten die Beteiligten ein schnelles Verständnis für die Architektur, das Gelände und die Aufgabe. Alle Modelle, digitale Pläne, Formulare und Listen werden in ein System zusammengeführt, miteinander verknüpft, visualisiert und ausgewertet. Die Bauherrin strebt so eine optimale Analyse und Nutzung der BIM-Daten während der Planungs-, Bau- und Betriebsphase an.

Hybridbauweis: Holz und Stahlbeton
Bei der Umsetzung der drei Häuser setzt Brüninghoff auf Holz als Hauptbaustoff. Damit erzielt der Neubau eine wirtschaftliche Bauweise bei gleichzeitig hochwertiger Architektur. Zudem ist Holz klima- und umweltfreundlich. Aber der Baustoff besitzt noch weitere positive Eigenschaften: Aufgrund seiner hohen Tragfähigkeit und seinem geringen Gewicht eignet sich Holz gut für den Einsatz in der Tragstruktur des Hauses. Kombiniert wird der Baustoff mit Stahlbetonfertigteilen für die Decken und den Treppenkern. Zusammen mit den Holzrahmenbauelementen sorgt der Stahlbeton für eine bestmögliche Lastabtragung und Aussteifung. Da sowohl die Holzelemente als auch die Stahlbetonteile vorgefertigt werden, kann der Baufortschritt beschleunigt werden: Auf das aus Mauerwerk hergestellte Erdgeschoss als Sockel sollen die Holzbauelemente geschossweise aufgebaut werden.

Fassade: Schön, klimafreundlich und effizient
Holz findet sich auch in der Fassade wider. Eine Nut-Feder-Holzschalung mit einer vertikalen Hinterlüftung und ausreichender Dämmung setzt einen hohen Maßstab der Energieeffizienz. Denn Holz dämmt nicht nur optimal, sondern wärmt auch, so dass sich die Energiekosten für die Mieter geringhalten. Zudem ist der Naturbaustoff besonders klimafreundlich, da er schnell nachwachsend ist. Aber auch optisch kann Holz punkten: Die vertikal vorvergraute Holzschalung bewirkt eine über Jahre gleichbleibende Erscheinung der Fassade. Für eine Auflockerung des Fassadenbildes sorgen das dritte Ober- und das Erdgeschoss, welches zurückgesetzt gebaut wird. Letzteres erhält einen hellgrauen Putz und hebt sich damit auch optisch vom Rest des Gebäudes ab. Der Überstand durch das zweite Geschoss erzielt hier auch funktionale Vorteile, da so ein witterungsgeschützter Eingangsbereich und Abstellfläche für Fahrräder entsteht.

Der Baustoff Holz steht bei dem Projekt „Urbaner Holzbau“ nicht nur für Effizienz, sondern auch für eine interessante Fassadenarchitektur. Baustart ist im Oktober 2017.

Bautafel

Bauvorhaben: Projekt „Urbaner Holzbau“ in Berlin-Adlershof
Bauherr: HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, Berlin
Projektsteuerung: Kondius AG, Berlin
Architektur: Kaden + Lager, Berlin
Bauweise: Hybridbauweise aus Holz und Stahlbeton
Generalübernehmer: Brüninghoff GmbH & Co. KG, Heiden
Geplante Bauzeit: Oktober 2017 bis Ende 2018

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Das Projekt „Urbaner Holzbau“ in Berlin steht für wirtschaftlichen Wohnungsbau mit hochwertiger Architektur. Visualisierung: Björn Rolle, Dipl.-Ing. Architektur, Berlin
Die drei Punkthäuser sind jeweils zueinander um 45 Grad gedreht und passen sich städtebaulich optimal ins Umfeld ein. Zeichnung: Kaden + Lager, Berlin
Die Fassade besteht aus einer vertikal vorgegrauten Nut-Feder-Holzschalung. Visualisierung: Björn Rolle, Dipl.-Ing. Architektur, Berlin