Wirtschaftliche Methode Zum Entfernen Von Verschmutzungen: Mit Dem Energiereichen Wasserstrahl Des Hochdruckreinigers Können Stellen Gereinigt Werden, Die Von Hand Nur Mühsam Zu Reinigen Wären. (Foto: Kärcher)

Werterhaltende Reinigung von Baumaschinen

Funktionserhaltend, präventiv und optisch: Die Reinigung von Baumaschinen dient dem langfristigen Werterhalt der Maschine und stellt zudem ein repräsentatives Erscheinungsbild sicher. Sie ist Teil jedes Wartungsprozesses, gewährleistet einen einwandfreien Betrieb und erhöht die Lebensdauer erheblich. Auf diese Weise können Maschinenschäden mit den entsprechenden Arbeitsstörungen und Instandsetzungskosten vermieden werden. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit hat sich die Hochdruckreinigung als Reinigungsmethode bewährt: Sie kann sowohl für Unterboden-, Ober- und Motorwäsche als auch für die Reinigung der Maschinenkomponenten eingesetzt werden.

Die Ziele einer Reinigung von Baumaschinen lassen sich in „präventiv“ und „optisch“ unterteilen. Bei der präventiven Reinigung geht es um die Bewahrung des Wirkungsgrades, um kostspielige Reparaturen zu vermeiden und Ausfälle von Maschinen und Anlagen zu reduzieren. Denn festgetrocknete Verschmutzungen können die Funktionsfähigkeit einschränken oder beispielsweise Kettenlaufwerke blockieren. Zudem wird etwa durch Vogelkot die Oberfläche angegriffen und so die Materialkorrosion beschleunigt. Um einen einwandfreien Betrieb auf der Baustelle zu gewährleisten, müssen Baumaschinen und -geräte regelmäßig gewartet werden. Verschleißteile gilt es auf Vollzähligkeit und eventuelle, sichtbare Schäden zu kontrollieren. Der erste Schritt bei der Wartung ist daher die Reinigung: Ohne sie ist ein Inspizieren und Reparieren nicht möglich. Ziel der Reinigung aus optischen Gründen hingegen ist es, Verunreinigungen zu entfernen, um das ursprüngliche Aussehen wiederherzustellen. Dies spielt nicht nur beim Wiederverkauf oder bei der Vermietung von Baumaschinen eine Rolle – saubere Baumaschinen tragen zum Image des ausführenden Bauunternehmens bei. Daneben geht es um das Entfernen von Schmutzschichten auf der Baustelle, damit die Maschinen bei der anschließenden Fahrt auf öffentlichen Verkehrswegen den Schmutz nicht auf die Straße tragen.

Als besonders flexible Methode zum Entfernen von Verschmutzungen bietet sich die Hochdruckreinigung an. Mit dem energiereichen Wasserstrahl können Stellen gereinigt werden, die von Hand oder mit anderen Reinigungsmaschinen nur schwer erreichbar sind. Zudem lassen sich Druck, Fördermenge und Wassertemperatur regulieren, um unterschiedliche Arten von Schmutz effektiv zu entfernen – ohne dabei die Materialien der Baumaschine wie Stahl, Blech, Kunststoff oder Glas zu beschädigen. Der Wasserstrahl lässt sich mühelos in jede Richtung dirigieren und dringt in jeden Zwischenraum. Eine Reinigung von Hand wäre wesentlich zeitintensiver und zudem in der Regel nicht so gründlich.

Grundsätzlich können mit dem Hochdruckreiniger alle Fahrzeugtypen gereinigt werden, ganz gleich ob Pkw oder Nutzfahrzeug, Kipper, Betonmischer oder andere Fahrzeuge mit Sonderaufbauten. Am häufigsten benutzt werden Hochdruckreiniger für die Oberwäsche, bei der verschiedenste Verschmutzungen entfernt werden müssen. So verteilen sich über die gesamte Oberfläche Baustellen- und Straßenschmutz, Staub und andere Partikel, die sich als Bestandteile der Luftverschmutzung auf dem Fahrzeug niederschlagen. Sie können je nach Beschaffenheit sauer oder alkalisch mit der Lackoberfläche reagieren und die Korrosion des Materials beschleunigen. Im Heckbereich finden sich verstärkt öl-, fett- und rußhaltige Verschmutzungen; an den Fahrzeugflanken oft Teer.

Reinigung auf der Baustelle
Bei der regelmäßigen groben Reinigung auf der Baustelle wird ohne die Zugabe von Reinigungsmittel gearbeitet. Das Reinigungsergebnis kommt nur über die Mechanik zustande: Grundsätzlich wird die Reinigungswirkung durch Düsendruck, geförderte Wassermenge und Spritzabstand bestimmt. Hierbei und beim Abtransport des gelösten Schmutzes spielt die geförderte Wassermenge die zentrale Rolle. Da im Baugewerbe häufig große Schmutzmengen anzutreffen sind, sollte der Aspekt der maximalen Fördermenge bereits bei der Wahl des Hochdruckreinigers berücksichtigt werden. Für die Reinigung von Baumaschinen kommen in der Regel Hochdruckreiniger mit einer Fördermenge von 1.000 Litern in der Stunde zum Einsatz.

Bei hartnackigen Verschmutzungen sollte man sich für eine Punktstrahl-Düse entscheiden. Diese kommt beispielsweise bei der Reinigung von Mischbehältern zum Einsatz, um Betonreste zu entfernen. Verwendet man diese energiereiche Düse, ist Vorsicht geboten: Sie ist ungeeignet für die Reinigung von Reifen und Lack, empfiehlt sich aber beispielsweise für stark verschmutze Baggerschaufeln, die unempfindlicher in ihrer Oberflächenbeschaffenheit sind.

Eine hohe Flächenleistung bietet hingegen der Flachstrahl. Bei der Fahrzeugwäsche sollte ausschließlich diese Düsenform benutzt werden, um den Lack nicht zu beschädigen. Der Abstand der Düse zum Fahrzeug sollte hier zwischen 10 und 30 Zentimeter, bei der Reifenwäsche nicht unter 30 Zentimeter betragen. Der von der Flachdüse gegebene Spritzwinkel liegt dabei zwischen 25 und 40 Grad.

Der sogenannte Dreckfräser kombiniert mit einem rotierenden Punktstrahl die Vorteile der beiden Strahlarten und reinigt so zum Beispiel Schalungsmaterial, das früher zeitaufwendig von Hand sauber gemacht werden musste.

Beschleunigen und verbessern lässt sich die Reinigung durch den Einsatz eines Heißwasser-Hochdruckreinigers: Die Wärmezufuhr aktiviert den Ablauf chemischer Prozesse, Fette werden geschmolzen und das Emulgieren von Ölen verbessert. Außerdem wird das Abtrocknen des Reinigungsobjekts beschleunigt. Gerade bei Planier- und Laderaupen mit ölgeschmierten Ketten sind Ölreste auch an anderen Stellen des Fahrzeuges zu finden. Sollen Öle und Kraftstoffe entfernt werden, ist zu beachten, dass diese nicht in die Kanalisation gelangen und Ölabscheider und Bindemittel zur Verfügung stehen. Daher sollte diese Reinigung nur an ausgewiesenen Waschplätzen stattfinden.

Gründliche Reinigung im Depot

In regelmäßigen Abständen müssen Baumaschinen einer Grundreinigung unterzogen werden. Dies geschieht in der Regel im Depot des ausführenden Gewerkes. Hier können nun zur Verbesserung des Ergebnisses auch Reinigungschemie und abrasive Strahlmittel eingesetzt werden. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass diese die zu behandelnde Oberfläche nicht beschädigen. Silikathaltige Mittel dürfen aufgrund ihrer gesundheitsschädlichen Wirkung des anfallenden Staubes nicht eingesetzt werden.

Stark verschmutzte Fahrzeuge werden nach der Zwei-Schritt-Methode, normal verschmutzte nach der Ein-Schritt-Methode gewaschen. Bei der Zwei-Schritt-Methode wird im ersten Arbeitsgang ein alkalisches Reinigungsmittel in 10- bis 15-prozentiger Konzentration aufgetragen, nachdem man zuvor die Fahrzeugoberfläche mit klarem Wasser benetzt hat.

Anschließend beginnt die eigentliche Hochdruckwäsche mit circa 60 Grad heißem Wasser, einem Druck von 80 bis 120 Bar und einem 0,5- bis 1-prozentigem Reinigungsmittelgemisch. Dabei sollte man an der Stelle beginnen, an der man auch beim ersten Arbeitsschritt zuerst Reinigungsmittel aufgetragen hatte, um überall eine ausreichende Einwirkzeit zu gewährleisten.

Hartnäckigem Feinschmutz rückt man jetzt mit einer starren oder rotierenden Bürste zu Leibe, die die Hochdruckwäsche mechanisch unterstützt. Sie wird einfach auf die Hochdrucklanze gesteckt.

Zum Schluss wird der Brenner des Hochdruckreinigers abgestellt, die Reinigungsmittelzumischung geschlossen und mit klarem Wasser nachgespült. Man kann auch heißes Wasser verwenden, damit das Fahrzeug schneller abtrocknet. Bei Bedarf wird mit dem Hochdruckreiniger noch ein Pflegemittel, etwa Perlwachs, aufgetragen.

Bei der Ein-Schritt-Methode wird auf das konzentrierte Auftragen von Reinigungsmitteln verzichtet und gleich mit der eigentlichen Hochdruckwäsche mit 0,5- bis 1-prozentiger Reinigungsmittel-konzentration begonnen. Bei dieser Methode sollte das Fahrzeug nicht mit klarem Wasser vorgewaschen werden, da dies deutlich schlechtere Resultate erzielt.

Ein weiteres Einsatzgebiet des Hochdruckreinigers ist die Unterbodenwäsche, mit der im Frühjahr beispielsweise am Unterboden haftende Reste von Auftausalz entfernt werden. Wenn keine Hebebühne zur Verfügung steht, wird hierbei ein Unterbodenstrahlrohr verwendet. Bei der Reinigung von Radkästen ist die Hochdruckreinigung fast konkurrenzlos: Der mit hoher Geschwindigkeit eingeschleuderte Schmutz kann mit anderen Reinigungsmethoden gar nicht oder nur sehr mühsam und zeitaufwändig beseitigt werden.

Eine Motorwäsche fällt spätestens dann an, wenn Wartungs- oder Reparaturarbeiten unter der Kühlerhaube notwendig sind. Dabei wird mit geringem Druck und großem Spritzabstand gearbeitet, um Kabel und andere empfindliche Teile nicht zu beschädigen. Besonders gründlich und schonend ist hier die Dampfreinigung, die mit allen Heißwasser-Hochdruckreinigern durchgeführt werden kann, die über eine Dampfstufe verfügen.

Eine regelmäßige Reinigung von Baumaschinen und Geräten sichert ihre Funktionalität. Sie darf das Material der Maschinen jedoch nicht angreifen. Als berührungslose Methode erweist sich die Hochdruckreinigung als besonders schonend. Zugleich zeichnet sie sich durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Baugewerbe aus: Durch den Einsatz unterschiedlicher Düsen lassen sich sowohl oberflächliche Verschmutzungen an Fahrzeugen als auch hartnäckige Betonreste in Mischanlagen entfernen.

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Wirtschaftliche Methode zum Entfernen von Verschmutzungen: Mit dem energiereichen Wasserstrahl des Hochdruckreinigers können Stellen gereinigt werden, die von Hand nur mühsam zu reinigen wären. (Foto: Kärcher)

Festgetrockneter Dreck kann Kettenlaufwerke blockieren. Um ihre Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, müssen sie regelmäßig gereinigt werden. (Foto: Kärcher)

Reinigung mit dem Hochdruckreiniger: Der Wasserstrahl lässt sich mühelos in jede Richtung dirigieren und dringt in jeden Zwischenraum. (Foto: Kärcher)

Auch hartnäckige Verschmutzungen wie Betonreste lassen sich mit dem Hochdruckreiniger entfernen. (Foto: Kärcher)

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