Der Achtstöckige LifeCycle Tower One Im österreichischen Dornbirn Wurde Mit Dem Nachhaltigen Dämmstoff PureOne Gedämmt. (Foto: Ursa)

PureOne by URSA

Dass Dämmmaterialien insbesondere dem Wärmeschutz und der Energieeffizienz von Gebäuden dienen, ist hinlänglich bekannt. Bewertet man die Nachhaltigkeit der eingesetzten Materialien und des Gebäudes, ist sie jedoch nur ein Aspekt. Dies spiegelt sich auch in der verstärkten Bedeutung von Zertifikaten der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen sowie des internationalen LEED-Systems (Leadership in Energy and Environmental Design) wider. Der Trend geht zur ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbetrachtung. Gegenstand ist das Gebäude im Zusammenspiel mit dem Grundstück über den gesamten Lebenszyklus. Betrachtet werden dabei die Wirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft – nur wenn diese drei Säulen berücksichtigt werden, kann eine vollständige Beurteilung des Beitrages zu einer nachhaltigen Entwicklung erfolgen. Für Bauteile, die all diesen Punkten Rechnung tragen, bietet sich die natürlich weiße Mineralwolle PureOne by URSA an.

Oftmals spielt bei der Bewertung von Dämmstoffen in erster Linie die erzielte Wärmedämmung während der Nutzungsdauer eine Rolle. Hierbei sollte jedoch auch die Menge an Energie einbezogen werden, die für Produktion, Transport, Installation und Rückbau benötigt wird. Um die Nachhaltigkeit eines Bauproduktes und eines Gebäudes ganzheitlich zu betrachten, sind ferner ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen zu berücksichtigen. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeitsbetrachtung standen auch bei der Entwicklung der natürlich weißen Mineralwolle PureOne by Ursa im Vordergrund. Sie ist hoch wärme- und schalldämmend, weich, nicht brennbar und glimmt nicht. Ein weiterer, entscheidender Materialvorteil: PureOne ist nahezu staubfrei und einfach zu verarbeiten. Ferner wirkt sich der Dämmstoff nachweislich positiv auf das Innenraumklima aus.

Reduzierte Umweltbelastung
Zu den ökologischen Aspekten zählen der Schutz der natürlichen Ressourcen sowie des Ökosystems. Hergestellt wird Mineralwolle aus Schmelzen von natürlichen Mineralien wie Glas, Gestein oder Schlacke. Glaswolle besteht überwiegend aus Altglas sowie Sand, Kalkstein und Soda. Bei PureOne handelt es sich um Glaswolle, die mit einem Altglas-Anteil von über 60 Prozent hergestellt wird. Die Rohstoffe, die zu 90 Prozent aus der umliegenden Region stammen, werden in Öfen – bei Temperaturen von 1.200 Grad – energieeffizient geschmolzen. Aufgrund des hohen Anteils recyclebarer und regionaler Rohstoffe entspricht PureOne auch den Kriterien des amerikanischen LEED-Zertifizierungssystems.

Die entstandene Schmelze wird dann zerfasert. Diese Fasern müssen nun gebunden werden. Sie besitzen zu diesem Zeitpunkt bereits ihre natürlich weiße Farbe. Dass auch das Endprodukt weiß ist, bedingt das spezielle Bindemittel, das im Herstellungsprozess eingesetzt wird. Dank des umweltfreundlichen Acrylbindemittels auf Wasserbasis entsteht im Produktionsprozess von PureOne beim Aushärten des Bindemittels als einziges Nebenprodukt Wasserdampf. Darüber hinaus treten weder Emissionen von Formaldehyd auf, noch sind Lösungsmittel oder andere flüchtige Bestandteile enthalten. Aus diesem Grund ist auch PureOne selbst formaldehydfrei und geruchsneutral – und behält die natürlich weiße Farbe. Ein weiterer wichtiger Punkt: Das Bindemittelsystem kann zu 100 Prozent recycelt werden. Auf einem Transportband werden die Fasern zu einem Vlies gesammelt und mit dem Bindemittel besprüht oder getränkt. Danach wird das Bindemittel ausgehärtet, der Dämmstoff zugeschnitten und gegebenenfalls noch zusätzlich mit Vliesen bestückt. Der so erstellte Dämmstoff wird hochkomprimiert verpackt, um den Transportaufwand zu minimieren, was zusätzlich der Umwelt hilft. Im gesamten Produktionsprozess kommen keine halogenierten Treibmittel zum Einsatz. Damit ist das Produkt auch gemäß den DGNB Richtlinien in nachhaltigen Gebäuden einsetzbar. Um Architekten, zertifizierenden Stellen, Projektentwicklern und Bauherren Sicherheit hinsichtlich der Nachhaltigkeit von PureOne zugeben, gibt es für den Dämmstoff eine Umwelt-Produktdeklaration (EPD) gemäß der europäischen Norm EN 15804. Diese kann auch zur Berechnung der Nachhaltigkeit von Gebäuden herangezogen werden und stellt detaillierte Ökobilanzdaten dar. Die unabhängig verifizierten Informationen liefern eine wichtige Grundlage für die Planung.

Wirtschaftliche Gebäudenutzung
Minimierung der Lebenszykluskosten, Verbesserung der Wirtschaftlichkeit sowie Erhalt von Kapital beziehungsweise Wert: Das sind die Ziele, die ökonomisches und nachhaltiges Bauen berücksichtigt. Um die Lebenszykluskosten von PureOne zu beurteilen, müssen die für Produktion, Transport, Installation und Rückbau benötigte Energie und der CO2-Ausstoß in Relation zu der eingesparten Energie und des reduzierten CO2-Ausstoßes während der Gebäudenutzungsdauer gesetzt werden. Hier spart der Dämmstoff zum Beispiel die bis zu 200-fache Menge der eingesetzten Energie ein. Betrachtet man den Lebenszyklus, so hat sich bereits nach vier Monaten die für die Produktion eingesetzte Energie amortisiert. Der Dämmstoff weist mit λ = 0,032 W/(m∙K) zudem sehr niedrige Wärmeleitfähigkeiten auf. Mit seinem Einsatz lassen sich die Energiekosten des Gebäudes nachhaltig und dauerhaft reduzieren, so dass eine wirtschaftliche Nutzung gewährleistet ist.

Soziokulturelle Aspekte
Unter den soziokulturellen Aspekten, die zum nachhaltigen Bauen zählen, wird der Schutz von Gesundheit, Funktionalität des Gebäudes, Nutzerzufriedenheit und kulturellen Werten zusammengefasst. Eine nachhaltige Gebäudegestaltung zielt also auch auf die Bewahrung der Behaglichkeit ab. PureOne gewährleistet aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffes ein gesundes Wohlfühlklima an heißen Sommer- und kühlen Wintertagen. Zudem sorgt die Struktur von PureOne mit einem längenbezogenen Strömungswiderstand von AFr≥ 5 – 20 kPa ∙ s/m² für eine sehr gute Schallabsorption. Die Akustik im Raum sowie die Schalldämmung zwischen Räumen werden mit der Mineralwolle erheblich verbessert. Da das Material nicht brennbar ist, wird es in die Euroklasse A1 eingestuft. Weiterer Vorteil des seit über zehn Jahren bewährten Dämmstoffes: Er bietet Insekten, Bakterien oder auch Schimmelpilzen keinerlei Nährboden. Damit wird das Risiko eines entsprechenden Befalls nachhaltig minimiert. PureOne by URSA trägt damit zu einer wohngesunden Raumatmosphäre bei. PureOne Dämmstoffe sind gemäß den Kriterien des Blauen Engels (UZ-132) als „emissionsarm“ eingestuft. Die Produkte sind über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus schadstoffarm hergestellt und üben einen positiven Einfluss auf die Luftqualität in Innenräumen aus. Sie halten sowohl die gesetzlichen als auch die höchsten freiwilligen Grenzwerte für Produktemissionen ein und erfüllen damit die strengen Anforderungen des Indoor Air Comfort Gold Zertifikats von Eurofins.

PureOne wird somit nicht nur die bauphysikalischen Anforderungen, die an einen modernen Dämmstoff gestellt werden, gerecht, sondern bietet auch gesundheitsrelevante und umweltbezogene Eigenschaften, so dass sich das Material für die nachhaltige Gebäudeplanung eignet. Dies zeigen die vielen internationalen wie nationalen Auszeichnungen wie zum Beispiel der BAKA Innovationspreis 2011 als zukunftsweisende Produktidee mit wichtigen Nachhaltigkeitseigenschaften.

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Der achtstöckige LifeCycle Tower One im österreichischen Dornbirn wurde mit dem nachhaltigen Dämmstoff PureOne gedämmt. (Foto: Ursa)

Der achtstöckige LifeCycle Tower One im österreichischen Dornbirn wurde mit dem nachhaltigen Dämmstoff PureOne gedämmt. (Foto: Ursa)

Im Rahmen der Lebenszyklusbetrachtung wird die Optimierung sämtlicher Einflussfaktoren über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – also von der Rohstoffgewinnung über die Errichtung und Nutzung bis zum Rückbau – angestrebt. (Foto: Ursa)

Im Rahmen der Lebenszyklusbetrachtung wird die Optimierung sämtlicher Einflussfaktoren über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – also von der Rohstoffgewinnung über die Errichtung und Nutzung bis zum Rückbau – angestrebt. (Foto: Ursa)

Die natürlich weiße Farbe des Dämmstoffes wird im Herstellungsprozess nicht verändert. Möglich macht dies das umweltfreundliche Acrylbindemittel auf Wasserbasis. (Foto: Ursa)

Die natürlich weiße Farbe des Dämmstoffes wird im Herstellungsprozess nicht verändert. Möglich macht dies das umweltfreundliche Acrylbindemittel auf Wasserbasis. (Foto: Ursa)

Bei einem Solar-Plus-Haus in Bremen kommt PureOne in 032 als Dämmung der Dachkonstruktion zum Einsatz. (Foto: Ursa)

Bei einem Solar-Plus-Haus in Bremen kommt PureOne in 032 als Dämmung der Dachkonstruktion zum Einsatz. (Foto: Ursa)

Kindertagesstätte in Roth: Als emissionsarmer Dämmstoff eignet sich PureOne besonders für eine kinderfreundliche und gesunde Raumatmosphäre. (Foto: Ursa)

Kindertagesstätte in Roth: Als emissionsarmer Dämmstoff eignet sich PureOne besonders für eine kinderfreundliche und gesunde Raumatmosphäre. (Foto: Ursa)

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