Auf Die Dampfbremse Ursa Seco SD 2 Werden Die Aufsparrendämmplatten Ursa ASP 32 Plus Reihenweise An Der Traufe Beginnend, Fugenfrei Verlegt. Durch Das Format Der Platten Von Zwei Mal 0,6 Metern Ist Ein Zügiger Baufortschritt Möglich. (Foto: Ursa)

Städtischer Ruhepol in Leipzig

Mit einem jährlichen Zuzug von rund 10.000 Menschen zählt Leipzig zu den Städten mit dem höchsten Wachstum in Deutschland. Für 2030 wird eine Einwohnerzahl von 720.000 prognostiziert. Dieser Trend fordert ein städtebauliches Konzept, um den steigenden Mietpreisen und einer drohenden Wohnungsnot entgegen zu wirken. Die sächsische Metropole setzt hier vor allem auf die städtische Nachverdichtung. Vielerorts werden einzelne Baulücken geschlossen, sodass ein geschlossenes Straßenbild entsteht. Auch im Stadtteil Reudnitz ist jetzt im Rahmen einer Lückenbebauung ein sechsgeschossiges Wohngebäude mit fünf großzügigen Etagenwohnungen entstanden. Um auch das Dachgeschoss als vollwertigen Wohnraum nutzen zu können, wurde besonderer Wert auf eine leistungsstarke Dämmmaßnahme gelegt. Zum Einsatz kam dabei die Aufsparrendämmplatte Ursa ASP 32 Plus aus Mineralwolle. Sie reduziert nicht nur die Wärmeverluste deutlich, sondern zeichnet sich zugleich durch einen ausgezeichneten Schallschutz aus – ein Aspekt, der insbesondere im innerstädtischen Bereich eine wichtige Rolle spielt.

Rund zwei Kilometer östlich des Leipziger Zentrums liegt der Stadtteil Reudnitz. Seine Vergangenheit spiegelt sich auch in der Architektur wider: So finden sich hier Wohnhäuser wohlhabender Bürger aus dem späten 18. Jahrhundert, Spuren von Fabriken aus Zeiten der Industrialisierung, große Siedlungen und genossenschaftliche Wohnanlagen aus dem frühen 20. Jahrhundert sowie Plattenbauten aus den 1970er Jahren. Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Stadtteils war der Bau des Eilenburger Bahnhofs im Jahr 1874, der den direkten Anschluss an das Verkehrsnetz ermöglichte. Der Bahnhof wurde jedoch bei einem Bombenangriff im zweiten Weltkrieg zerstört. Heute befindet sich auf dem Gelände unter anderem der Lene-Voigt-Park.

Reudnitz heute
Zuzug und anhaltender wirtschaftlicher Aufschwung haben in Leipzig dazu geführt, dass Investoren und Immobilienwirtschaft auch – aus ihrer Sicht – ehemals weniger interessante Stadtteile für sich entdecken. Dies gilt auch für Reudnitz. Derzeit befindet sich das Viertel im Wandel und ist aufgrund vergleichsweise moderater Mieten und seiner Nähe zur Innenstadt sowie zur Universität vor allem bei jungen Leuten attraktiv. Hierzu trägt auch die vielerorts vorhandene Bausubstanz aus der Gründerzeit bei.

Attraktive Lücke
Einzelne Baulücken im Stadtteil werden derzeit geschlossen. So auch in der Charlottenstraße. Sie ist ebenfalls geprägt durch Gründerzeitbauten und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Lene-Voigt-Park. Der moderne Neubau integriert sich mit einer dezenten Fassadengestaltung und einer geschickten Aufteilung der Fensterflächen in das Straßenbild sowie den Bestand.

Das sechsgeschossige Gebäude bietet fünf Wohneinheiten, die über unterschiedliche Grundrisse und Größen von 126 bis 147 Quadratmetern verfügen. Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich unter anderem Pkw-Stellplätze, Abstellräume sowie ein Fahrradraum inklusive Auflademöglichkeiten für Elektro-Zweiräder. Aus den darüber liegenden Wohnungen öffnen große verglaste Flächen nach Nordosten den Blick in den begrünten Innenhof, der von den Bewohnern des ersten Obergeschosses als privater Garten genutzt wird.

Wohnfläche unter dem Dach
Im vierten Ober- und im Dachgeschoss befinden sich zwei Maisonette-Wohnungen mit 128 beziehungsweise 135 Quadratmetern Wohnfläche. Sie verfügen über bodentiefe Fenster mit feststehenden Unterlichtern, zwei Badezimmer, einen großzügigen Wohn-, Koch- und Essbereich mit Wintergartenverglasung im Dachgeschoss. Über eine offene Treppe werden Schlaf- und Kinderzimmer sowie Bad im anderen Geschoss erschlossen. Eine Wohnung ist über das vierte Obergeschoss zugänglich – die andere über das Dachgeschoss. Das Gebäude wird zur Südseite mit einem Satteldach abgeschlossen, in dessen Schräge zwölf und 16 Quadratmeter große Dachterrassen integriert wurden.

Aufbau der Dachkonstruktion
Als gestalterisches Element bleiben die Holzsparren des Schrägdachs im Wohnbereich sichtbar. Zwischen den Sparren wurde eine Verkleidung mit Gipsplatten eingesetzt. Auf den Sparren liegt eine Holzschalung aus OSB-Platten. Der weitere Aufbau erfolgt als Aufsparrendämmung im System, das die wesentlichen Anforderungen an Wärmeschutz, Schallschutz, Brandschutz und Feuchteschutz bedient. Zunächst wurde auf die Holzschalung die diffusionsfähige Dampfbremse Ursa Seco SD 2 aufgebracht und mit Hilfe der Ursa Seco Klebemittel luftdicht verarbeitet. Insbesondere bei den Anschlüssen erleichterte eine gute Detailplanung die sichere Ausführung. Die darauf verlegten URSA Aufsparrendämmplatten ASP 32 Plus wurden mit den Systemschrauben ASP Fix durch die Konterlatten mit einem Querschnitt von 60 mal 40 Millimetern statisch befestigt. Darauf folgten die Tondachziegel auf Traglattung. Weitere Systemkomponenten sind die Ursa Seco Nageldichtbänder NDB und die Abdeckstreifen AS für Abdeckungen von First und Kehlen. So entstanden Dachräume, die zu einem sicheren und komfortablen Wohnen mit gesundem Raumklima führen – sowohl bei sommerlicher Hitze als auch bei winterlicher Kälte.

Aufsparrendämmung aus Mineralwolle
Zur Dämmung der Dachkonstruktion kam in Leipzig die Aufsparrendämmplatte ASP 32 Plus von Ursa zum Einsatz. Sie besitzt eine besonders niedrige Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·K), besteht aus Mineralwolle und bietet damit die vielfältigen Vorteile des natürlichen Dämmstoffes. So ist Mineralwolle nicht brennbar und gehört der Euroklasse A1 an. Der Dämmstoff leistet somit einen entscheidenden Beitrag zum vorbeugenden baulichen Brandschutz. Darüber hinaus ist er diffusionsoffen – dies unterstützt einen sicheren Feuchtetransport und führt dazu, dass der Dämmstoff schimmelresistent und fäulnisfrei ist. Da es sich um ein sehr alterungsbeständiges Material handelt, steht Mineralwolle zudem für Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Der Dämmstoff sorgt nicht nur für eine angenehme Raumtemperatur zu jeder Jahreszeit, sondern bietet auch einen wirkungsvollen Schutz vor Außenlärm – ein Aspekt, der insbesondere im innerstädtischen Bereich berücksichtigt werden muss. Die offenzellige Struktur der Mineralwolle besitzt einen längenbezogenen Strömungswiderstand von AFr ≥ 20 kPa∙s/m² und absorbiert dadurch den Schall wirkungsvoll. Unterstützt wird die schalldämmende Wirkung durch die Befestigung der Dämmplatten und Konterlatten mit Doppelgewindeschrauben. Der umlaufende Stufenfalz von 2,5 Zentimetern verhindert das Auftreten von Wärme- und Schallbrücken.

Leichtgewicht
Neben den genannten Aspekten zeichnet sich die Aufsparrendämmung durch ein geringes Gewicht aus. Dies wirkt sich positiv auf statische Fragen aus – zugleich erleichtert es die Verarbeitung. Dieser Aspekt findet auch im handlichen Format der Platten von zwei Metern mal 60 Zentimetern Berücksichtigung. Es ermöglichte eine schnelle Verlegung – auch bei durch Dachfenster und -terrassen gegliederten Dachflächen. Die einzelnen Platten können zudem leicht mit einem Dämmstoffmesser auf dem Dach ohne maschinelle Vorrichtungen zugeschnitten werden. In Leipzig sorgte zudem ein Kran für zusätzliche Zeitersparnis und eine gute Baustellenlogistik. Er beförderte die Dämmplatten auf Paletten auf das Dach – inklusive aller Zubehörteile.

Die in Leipzig eingesetzte Aufsparrendämmung trägt ihren Teil zum energetischen Gesamtkonzept des Wohnobjekts bei, welches gemäß den Anforderungen der EnEV 2014 entwickelt wurde. Das Projekt zeigt, dass auch in unmittelbarer Nähe zur Bausubstanz aus der Gründerzeit eine moderne Bebauung entstehen kann, die sich an heutigen energetischen Standards orientiert und sich zugleich harmonisch in das bestehende Straßenbild einfügt.

 

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In Leipzig ist nun im Rahmen einer Lückenbebauung ein sechsgeschossiges Wohngebäude mit fünf großzügigen Etagenwohnungen entstanden. (Foto: Ursa)
Die Dampfbremse Ursa Seco SD 2 wird parallel zur Traufe faltenfrei ausgerollt und mit Tacker auf den OSB-Platten befestigt. Um die Lage der Dampfbremse während des Baufortschritts zu sichern, wird sie zwischenzeitlich mit einer Holzlattung fixiert. (Foto: Ursa)
Die Dampfbremse wird vom First zur Traufe verlegt. Um das Eindringen von Regenwasser in der Bauphase zu verhindern, überlappt die obere die untere Bahn um zehn Zentimeter. (Foto: Ursa)
Das Klebeband wird an der gepunkteten Markierung, mittig auf der Überlappung platziert und mit festen Anpressdruck faltenfrei auf der Dampfbremse aufgetragen. (Foto: Ursa)
Falls in bestimmten Bereichen eine Teilung des Liners notwendig ist, kann das mit einem einfachen Schnitt erfolgen – wie zum Beispiel für einen späteren Anschluss an ein anderes Bauteil. (Foto: Ursa)
Die Dampfbremse wird im Übergang an andere Bauteile mit Übermaß zugeschnitten, um später die erforderlichen luftdichten Anschlüsse herzustellen. (Foto:Ursa)
Bei Anschlüssen an andere Bauteile mit rauer Oberfläche kommt der Ursa Seco Dichtklebstoff DKS aus der Kartusche zum Einsatz. (Foto: Ursa)
Im Bereich der Traufe muss die Dampfbremse luftdicht angeschlossen werden. Zwischen den Sparren wird nicht aufgemauert, sondern ein Stellbrett von außen zwischen die Sparren gesetzt. Da die Sparren durchlaufen, muss die Dampfbremse zwischen den Sparren von außen nach innen geführt werden. Dort erfolgt der luftdichte Anschluss mit dem Ursa Seco KA Klebeband an den Flanken der Sparren und auf der Pfette. Der Anschluss der Dampfbremse auf den Sparren außen erfolgt mit dem Ursa Seco Dichtklebstoff DKS. (Foto: Ursa)
Nach der vollflächigen Verlegung der Dampfbremse folgt die Montage der Ursa Aufsparrendämmung. (Foto: Ursa)
Auf die Dampfbremse Ursa Seco SD 2 werden die Aufsparrendämmplatten Ursa ASP 32 Plus reihenweise an der Traufe beginnend, fugenfrei verlegt. Durch das Format der Platten von zwei mal 0,6 Metern ist ein zügiger Baufortschritt möglich. (Foto: Ursa)
Die Ursa Aufsparrendämmplatten sind umlaufend mit einem Stufenfalz ausgestattet. Damit werden Wärme- und Schallbrücken vermieden. (Foto: Ursa)
Der Materialbedarf für kleinere Abschnitte wird gemessen, anschließend wird die Dämmplatte zugeschnitten. Dies geschieht mit herkömmlichen Schneidwerkzeugen. (Foto: Ursa)
Wenn die Dämmplatten fugenfrei verlegt sind, werden die Überlappungen der aufkaschierten Unterdeckbahn mit Hilfe der Selbstklebestreifen regensicher verklebt. Der Liner des Klebestreifens lässt sich dank Fingerlift einfach abziehen. (Foto: Ursa)
Das beidseitig klebende Ursa Seco Nageldichtband NDB wird auf die Konterlatten aufgebracht. Somit wird verhindert, dass Regenwasser über die Schraublöcher in den Dämmstoff eindringt. (Foto: Ursa)
Für die Positionierung der Konterlatten wird deren Lage über den darunterliegenden Sparren markiert. (Foto: Ursa)
Die Konterlatten werden mit den Ursa Seco Systemschrauben ASP Fix befestigt. Gemäß der statischen Vorbemessung werden die Systemschrauben im vorgegebenen Einschraubwinkel platziert. (Foto: Ursa)
Eine Konterlattung mit einem Querschnitt von 60 mal 40 Millimetern folgt auf der Traglattung. (Foto: Ursa)
Eine Lage Tondachziegel schließt den Dachaufbau ab. (Foto: Ursa)
Als gestalterisches Element bleiben die Holzsparren im Wohnbereich sichtbar. (Foto: Ursa)
Das Gebäude wird zur Südseite mit einem Satteldach abgeschlossen, in dessen Schräge Dachterrassen integriert wurden. (Foto: Ursa)