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Komfortabel Wohnen Bis Ins Hohe Alter

Schaumglasdämmung für Seniorenresidenz in Zürich

Aufgrund des demografischen Wandels sind attraktive Wohnangebote und -formen für die ältere Generation gefragter denn je. Im Zürcher Stadtteil Wipkingen ist mit dem Alterszentrum Trotte eine neue zeitgemäße Seniorenresidenz entstanden. Der Neubau zeichnet sich insbesondere durch die ansprechende und bedarfsgerechte Gebäudegestaltung sowie ein durchdachtes ökologisches Konzept aus. Zur Energieeffizienz trägt in diesem Kontext der verwendete Dämmstoff der Pittsburgh Corning Schweiz AG bei. Verwendet wurde Foamglas Board T4+ mit einer Dicke von 180 Millimetern als lastabtragende Bodendämmung unter der Gründungsplatte. Zudem kamen Foamglas T4+ mit einer Dicke von 100 Millimetern als erste Lage und Foamglas Ready T4+ mit einer Dicke von 100 Millimetern als zweite Lage auf dem Spezialdach zum Einsatz.

Das Alterszentrum Trotte wurde als moderner Ersatz für einen Vorgängerbau aus den 1960er-Jahren errichtet, dessen Instandsetzung sich als nicht mehr wirtschaftlich erwiesen hatte. Im Rahmen eines Wettbewerbs überzeugte der Entwurf des Architekturbüros Enzmann Fischer Partner AG in Zusammenarbeit mit dem Ganz Landschaftsarchitekten aus Zürich. Entstanden ist ein kompakter, trapezförmiger Baukörper mit Fassade und Dach aus bordeauxroten Keramikplatten. Er sticht mit seiner Höhe in der städtebaulichen Umgebung aus Mehr- und Einfamilienhäusern deutlich hervor. Das Alterszentrum verfügt über 85 Einzelzimmer sowie vier Doppelzimmer. Jedes der rund 30 Quadratmeter großen Apartments ist mit einem privaten Außenbereich in Form einer Loggia ausgestattet, welche einen Ausblick auf die Stadt bietet. Die Gartenanlage lädt zusätzlich zum Verweilen oder Flanieren ein. Daneben stehen Gemeinschaftsräume wie eine öffentliche Cafeteria und eine Lounge zur Verfügung, die als Begegnungsort mit der Quartierbevölkerung dienen.

Alterszentrum im Minergie-P-ECO-Standard
Der Komfort und das Wohlbefinden der Bewohnenden stand beim Bau des Gebäudes auch an anderer Stelle im Fokus: Denn das Alterszentrum Trotte wurde im Minergie-P-ECO-Standard errichtet, der den Einsatz von umweltfreundlichen Materialien vorschreibt. Um die älteren Menschen vor Hitze zu schützen, fand zudem der sommerliche Wärmeschutz besondere Berücksichtigung. Die Entscheidung fiel auf eine nachhaltige und ökologische Lösung in Form einer hoch gedämmten Gebäudehülle sowie einer Erdsonde. Letztere dient im Winter zum Heizen und im Sommer mittels Free Cooling zum Kühlen.

Dach als fünfte Fassade
Eine gleichermaßen architektonische wie konstruktive Besonderheit ist das Dach des Alterszentrums. Es fällt zu den Seiten ab und verleiht dem Gebäude auf diese Weise seinen einzigartigen Charakter mit nahtlosem Übergang von Fassade und Dach. Bei der Ausführung der Konstruktion entschieden sich Planer und Bauherr für ein Foamglas Kompaktdachsystem – mit Aluminium-Unterkonstruktion und Keramikeindeckung. Zwei Gesichtspunkte waren hierfür ausschlaggebend: Zum einen eignet sich das Kompaktdach besonders für spezielle Dachgeometrien – wie auch bei diesem Bauprojekt. Zum anderen erfüllt die Dämmung aus geschlossenzelligem, geschäumtem Glas – in Kombination mit dem speziellen Befestigungssystem – die hohen Anforderungen an Abdichtung und Wärmeschutz. So verfügt der im Aufbau verwendete Dämmstoff Foamglas T4+ in einer Dicke von 20 Zentimetern (zwei mal zehn Zentimeter mit versetzten Stößen) über eine niedrige Wärmeleitfähigkeit von λD ≤ 0,041 Watt pro Meter und Kelvin [W/(mK)] und ist überdies wasser- und dampfdicht. Zudem bringt das Material die nötige Druckfestigkeit mit, welche für die Aufnahme der Eindeckung benötigt wird. Die spezielle Befestigung der Unterkonstruktion mittels Krallenplatten in der Dämmschicht vermeidet Wärmebrücken.

Sichere Befestigung mittels Krallenplatten
Im Zuge der Montage des Dachs mit unterschiedlichen Neigungen von 5,4 Prozent bis 64,9 Prozent wurden im ersten Schritt ein bituminöser Voranstrich sowie eine Bauzeitabdichtung Dampfdichtung Bikuplan EGV3 flam auf die Betondecke aufgeschweißt. Anschließend erfolgte die Verklebung der Foamglas Platten vollflächig und versetzt im Gießverfahren mit Heißbitumen respektive mit dem bituminösem Kaltkleber PC 56. Auf die bitumenbeschichtete zweite Lage aus Foamglas Ready T4+ wurden unter Erhitzung der Bitumenschicht die Krallenplatten mit den Maßen 20 mal 20 Zentimeter eingepresst. Anordnung und Anzahl ergeben sich unter anderem aus den einwirkenden Windlasten. Über die gesamte Dachfläche wurde eine Unterbahn Bikuplan EGV3.5 flam und darüber eine Oberbahn Bikutop EP4 flam schwarz aufgeschweißt. Die Grundplatten mit aufgeschweißtem Winkel, welche durch die PBD-Bahnen auf die Krallenplatten geschraubt sind, wurden zusätzlich mit einem MasterLine (EPDM) mittels Epoxit-Kleber abgedichtet. Im Gegensatz zu einer durchgehenden mechanischen Befestigung ist die gewählte Konstruktion frei von Wärmebrücken. Insgesamt wurden rund 1.170 Quadratmeter Dachfläche mit Schaumglasplatten verbaut.

Foamglas T4+ im Erdreich
Auch unter der Gründungsplatte setzten die Verantwortlichen mit dem Foamglas-Dämmstoff auf eine besonders nachhaltige Lösung. So kamen im Bereich der lastabtragenden Bodenplatte rund 2.080 Quadratmeter Foamglas Board T4+ mit einer Dicke von 180 Millimetern zum Einsatz. Als Perimeter-Wanddämmung wurden rund 1.120 Quadratmeter Foamglas T4+ mit 180 Millimeter Dicke verwendet. Unter dem Gebäude ist der Schaumglasdämmstoff statischer Beanspruchung ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund punktet Foamglas Board T4+ insbesondere mit seiner Stauchungsfreiheit und der charakteristischen Druckfestigkeit (2,5 Prozent Fraktil) von 0,64 N/mm². Zudem schützt der Dämmstoff über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes zuverlässig vor Wärmeverlusten und Feuchtigkeit. Da Foamglas ein anorganischer Baustoff ist, bietet er Schädlingen keinerlei Angriffsfläche. Das Material stellt so im erdberührten Bereich eine sichere und langlebige Dämmlösung dar.

Der energieeffiziente Dämmstoff erhöht als lastabtragende Bodendämmung sowie innerhalb der Dachkonstruktion den thermischen Wohnkomfort im Alterszentrum maßgeblich. Im Dachbereich brachte er darüber hinaus auch gestalterische Freiheit für die Architekten mit sich. Denn mittels der kompakten Ausführung ließ sich ein schlanker Dachaufbau realisieren, der wesentlich zum ästhetischen Gesamtbild des Alterszentrums Trotte beiträgt.

Bautafel
Projekt: Neubau Alterszentrum Trotte, Zürich
Bauherrschaft: Stadt Zürich
Eigentümervertretung: Immobilien Stadt Zürich
Bauherrenvertretung: Amt für Hochbauten
Architektur: Enzmann Fischer Partner AG, Zürich
Landschaftsarchitektur: Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich
Dämmung Erdreich: Pittsburgh Corning Schweiz AG
Dämmung Spezialdach: Pittsburgh Corning Schweiz AG
Bauzeit: November 2015 bis April 2019

Text und Bilder zum Download:
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Im Stadtteil Wipkingen in Zürich ist 2019 ein neues modernes Alterszentrum im Minergie-P-ECO-Standard entstanden. Der Monolith besitzt Fassade und Dach aus bordeauxroten Keramikplatten. Foto: Pittsburgh Corning Schweiz AG
Unter dem Gebäude ist der Schaumglasdämmstoff statischer Beanspruchung ausgesetzt. Hier punktet Foamglas Board T4+ insbesondere mit seiner Stauchungsfreiheit und der charakteristischen Druckfestigkeit. Foto: Pittsburgh Corning Schweiz AG
Im Gegensatz zu einer durchgehenden mechanischen Befestigung ist die gewählte Konstruktion frei von Wärmebrücken. Foto: Pittsburgh Corning Schweiz AG
Das Dach des Alterszentrums fällt zu den Seiten ab und geht fließend in die Fassade über. Dies verleiht dem Gebäude einen besonderen Charakter. Foto: Pittsburgh Corning Schweiz AG
Bei der lastabtragenden Bodendämmung unter der Gründungsplatte entschieden sich die Verantwortlichen für die druckfesten Dämmplatten Foamglas Board T4+. Foto: Pittsburgh Corning Schweiz AG
Bei der Ausführung der Dachkonstruktion entschieden sich Planer und Bauherr für ein Foamglas Kompaktdachsystem – mit Aluminium-Unterkonstruktion und Keramikeindeckung. Foto: Pittsburgh Corning Schweiz AG
Die Grundplatten mit aufgeschweißtem Winkel sind durch die PBD-Bahnen auf die Krallenplatten geschraubt und zusätzlich abgedichtet. Oberhalb erfolgt der weitere Aufbau der Unterkonstruktion. Foto: Pittsburgh Corning Schweiz AG
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