Bauaufsichtliche Zulassung für den Kaltziegel

Massiver Recyclingziegel von Leipfinger-Bader: Normkonformität bestätigt

Leipfinger-Bader hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Der innovative und aus eigener Kraft entwickelte Kaltziegel verfügt nun über die bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik. Mit dieser Anerkennung unterstreicht das Unternehmen seine führende Rolle bei der Entwicklung ressourcenschonender und energieeffizienter Baustoffe. Der Kaltziegel ist dabei ein massiver Recyclingziegel, der komplett aus recyceltem Ziegelmaterial hergestellt wird und ohne energieintensiven Brennvorgang auskommt. Im Sinne des Kreislaufgedankens haucht er mineralischen Bau- und Abbruchabfällen neues Leben ein. Das nun erteilte Prüfzeugnis bestätigt dem Kaltziegel dabei unter anderem seine hohe Druckfestigkeit und Rohdichte.

Mit der Einführung des so genannten Kaltziegels hat Leipfinger‑Bader bereits vor einigen Jahren eine markante Lücke im Markt geschlossen. Denn der Recyclingziegel ermöglicht erstmals eine echte Kreislaufwirtschaft im Ziegelbau. Aus Schleifstaub, Ziegelfragmenten und Abbruchmaterialien entsteht ein neuer, vollwertiger Baustoff – ganz ohne energieintensives Brennen. Damit reduziert er nicht nur den Einsatz von Primärrohstoffen und CO₂‑Emissionen, sondern zeigt der Branche einen skalierbaren Weg zu nachhaltigem, zukunftsfähigem Bauen. Jetzt hat der Kaltziegel die offizielle bauaufsichtliche Zulassung Z-17.13-1328 des Deutschen Instituts für Bautechnik erhalten. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein, der die technologische Reife des Systems bestätigt und den Weg für den breiten Einsatz des Kaltziegels in Neubau und Sanierung ebnet. Mit der damit verbundenen Normkonformität setzt Leipfinger-Bader ein weiteres starkes Zeichen für die Zukunft des Bauens. Die Zuordnung des Kaltziegels nach EN 771-3 erfolgt dabei aufgrund des kalten Herstellungsverfahrens, nicht aufgrund eines Betoncharakters des Materials.

Stabiles Recyclingmaterial mit Brandschutzeigenschaft

Der Kaltziegel wird aus recycelten Ziegelresten, die während des Produktionsprozesses oder bei Abrissarbeiten anfallen, und mineralischen Bindemitteln hergestellt. Durch die Kaltpressung und Lufttrocknung entsteht ein Baustoff mit hoher Stabilität und sehr guten bauphysikalischen Eigenschaften. Zugelassen ist der Baustoff jetzt offiziell als Planvollstein und Planvollblock in den Druckfestigkeitsklassen 6 bis 12. fk-Werte von 3,0 bis 4,8 MN/m² prädestinieren ihn für tragende und raumabschließende Wände. Mit einer Rohdichte von 1,60 und 1,80 kg/dm³ bietet der Recyclingziegel eine wirkungsvolle Kombination aus Stabilität und Brandschutz. Diese hohen Rohdichtewerte ermöglichen die Einstufung in die Feuerwiderstandsklassen F 30-A, F 60-A und F 90-A, wodurch der Kaltziegel auch für den Bau von Brandwänden geeignet ist. Die Mindestwanddicke für Brandwände beträgt dabei 240 Millimeter. Eine Besonderheit stellt die Zulassung für unverputzte Brandwände dar, die zusätzliche Gestaltungsspielräume im modernen Mauerwerksbau eröffnet.

Wegweiser für die gesamte Branche

Die neue Mauerziegel-Zulassung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bauindustrie verstärkt unter Druck steht, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren und zukunftsfähige Lösungen zu etablieren. Der Kaltziegel bietet hier eine Antwort: Durch die Wiederverwendung von Produktionsabfällen und den Verzicht auf energieintensive Prozesse wird der ökologische Fußabdruck erheblich gesenkt. „Die bauaufsichtliche Zulassung ist ein wichtiger Wegweiser für die ganze Branche“, betont Thomas Bader, Geschäftsführer von Leipfinger-Bader. „Sie bestätigt, dass ressourcenschonende Baustoffe sich weiter etablieren, höchste technische Anforderungen erfüllen und damit einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten. Damit können wir künftig noch mehr Projekte kreislauffähig und wirtschaftlich umsetzen.“ Die Innovationskraft des Kaltziegels wurde in den vergangenen Jahren bereits mit zwei Auszeichnungen versehen: dem Ressourceneffizienzpreis 2023 und kürzlich im März 2026 auf der Internationalen Handwerksmesse in München mit dem Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk. Aufgrund seiner natürlichen Materialzusammensetzung sorgt der Kaltziegel zudem für ein gesundes Raumklima und unterstützt die Feuchtigkeitsregulierung. Faktoren, die der zunehmenden Relevanz des wohngesunden Bauens Rechnung tragen.

Baustein für QNG-Gebäude

Die Zulassung eröffnet Bauherren und Investoren neue Optionen für verschiedenste Einsatzgebiete wie Büro- und Industriegebäude oder im Wohnungsbau. Das Produkt erfüllt zentrale Anforderungen an Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Kreislauffähigkeit und eignet sich damit auch als Baustein für Gebäude mit QNG-Zertifizierung. Das Treibhauspotenzial (GWP) für die Wand aus Kaltziegel beträgt bei einer Dicke von 24 Zentimetern umgerechnet 21 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter. Durch die Aufnahme in die baurechtlich geregelten und technisch normierten Anwendungsbereiche steht jetzt ein Recyclingbaustoff zur Verfügung, der wie konventionelle Produkte nachweislich alle erforderlichen Standards erfüllt und damit uneingeschränkt für zugelassene bauliche Zwecke eingesetzt werden kann.

Weitere Informationen finden Interessierte auf www.leipfinger-bader.de.

Mit der Entwicklung und bauaufsichtlichen Zulassung des Kaltziegels hat Leipfinger-Bader die notwendigen technischen und rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um diese Produktkategorie in den konventionellen Hochbau zu integrieren. Foto: Thomas Straub

Die Zulassung des Kaltziegels von Leipfinger-Bader eröffnet neue Optionen für verschiedenste Einsatzgebiete wie Büro- und Industriegebäude oder im Wohnungsbau. Dabei er wie herkömmliches Planziegelmauerwerk verarbeitet. Foto: buero-magma.com, Martin Schachenhofer

In der Recyclinganlage am Leipfinger-Bader-Standort in Puttenhausen wird anfallender Ziegelbruch in unterschiedliche Körnungsgrade zerkleinert und fließt so in die Produktion des Recyclingziegels ein. Foto: Leipfinger-Bader

Die neue Mauerziegel-Zulassung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bauindustrie verstärkt unter Druck steht, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren und zukunftsfähige Lösungen zu etablieren. Der Kaltziegel bietet hier eine Antwort: Durch die Wiederverwendung von Produktionsabfällen und den Verzicht auf energieintensive Prozesse wird der ökologische Fußabdruck erheblich gesenkt. Foto: buero-magma.com, Martin Schachenhofer

Da auf einen energieintensiven Brennprozess verzichtet wird, bleibt die natürliche Materialstruktur vollständig erhalten. Dies verleiht dem Kaltziegel eine besonders dichte Oberfläche, hohe Maßgenauigkeit sowie eine überdurchschnittlich gute Ökobilanz. Foto: Leipfinger-Bader

Bei einem Projekt in Tirschenreuth kam der Kaltziegel bereits als tragende Innenwand zum Einsatz. Foto: Leipfinger-Bader